Draussen war heute schönstes Wetter. Eigentlich wie die letzten Tage auch schon. Von daher dachte ich mir: Zeit für Kultur. Ab zur Intrepid :) Die Intrepid hatte ich bei meinen letzten Besuchen zeitlich nie hinbekommen. Von daher war es dieses mal etwas Neues für mich. Mit der Subway fuhren wir bis zur 42. Strasse und von da aus zu Fuß Richtung Hudson River. Sicherlich kommt man mit der Bahn auch näher dran und spart sich etwas Fußweg, aber so passt auch schon. Hätten wir es anders gemacht, hätten wir garantiert auf unserem Rückweg Mr. Obama im The Beast verpasst. An diesem Tag sprach Mr. President nämlich im UN Gebäude. Plötzlich waren die Kreuzungen gesperrt, Sirenen, der Verkehr tat sich auf als würde Moses das Meer teilen und ein Konvoi von schwarzen Limousinen kam uns entgegen. Angeführt von einem riesigem Truck der garantiert alles was sich ihm in den Weg stellt weggerammt hätte. Aber ich springe etwas in der Zeit. Noch waren wir auf dem Weg zur Intrepid. Dort angekommen, gab es eine kleine Warteschlange. Nichts was man nicht innerhalb von 15 Minuten überbrücken konnte. An der Sicherheitskontrolle sagte man mir noch, dass ich mein kleines Gorillapod Stativ für den Fotoapparat zwar mit rein nehmen darf, aber es darf nicht benutzt werden. Ok, muss man ja nur wissen :) Beim Kauf der Eintrittskarte ist der Besuch der USS Growler inklusive. Der nette Herr beim Einlass gab uns den Tip diese doch zuerst zu besuchen, da sich im Laufe des Tages eine nicht ganz zu unterschätzende Warteschlange vor diesem Teil bilden würde. Gesagt, getan. Ich kann nur sagen: Für’s U-Boot muss man geboren sein. Ich bin es defintiv nicht. Es war zwar in Teilen des Bootes überraschend geräumig aber in anderen Bereich des Bootes kam man sich schon sehr beengt vor. Dann stellt man sich einfach nur mal vor, man liegt nicht im Hafen, sondern die Soldaten tauchen im Kriegsgebiet mit Seegang. Absolut nichts für mich. Einen ähnlichen Moment hatte ich später auch noch auf der Intrepid die ja unter anderem auch die Kamikazeangriffe überstanden hat. Wenn man auf dem Flugdeck der Intrepid steht und sich für einen Moment mal an Bildern aus Filmen und Dokumentationen erinnert, wird einem schon ziemlich komisch. Jedenfalls geht es mir so. Wir hatte alles in allem zwei gute Stunden auf der Intrepid bevor es weiter ging.

Zu Fuß marschierten wir nach Süden. Laut Google Maps war der Aufgang zum High Line Park nicht all zu weit. Ich glaub wir sind circa 20 Minuten gelaufen bevor wir den Park erreichten. Das ist echt eine kleine Oase in der Großstadt. Kommt einem zum Teil richtig unwirklich vor. Auch hier war man wieder überrascht in welchem guten Zustand die ganze Anlage war. Die Wege, die Bänke alles in einem Top-Zustand. Ich sagte nur: Stellt euch mal vor wie die Bänke aussehen würden, wenn sie bei uns stehen würden. Beschmiert, zerstört, dreckig. Ich finde es jedenfalls komisch, dass es mir so besonders in dieser Metropole auffällt. Klar gibt es hier auch die Grafittis und Teile der Stadt die zugemüllt werden. Aber irgendwie ist das hier klarer getrennt. In den Parkanlagen fiel es mir jedenfalls besonders auf. Jedenfalls in denen ich war.

Der Spaziergang durch den Park dauerte jetzt nich so lange. Der Hunger kam und wie der Zufall es wollte, tauchte auf der linken Seite des Parks die New York Burger Company auf. Zufälle gibt’s. Ein Besuch dort stand noch auf meiner persönlichen Todo-Liste. Also lenkte ich unsere Gruppe raus aus dem Park und hin zur New York Burger Co. Cheeseburger, Fries und ein Corona mussten es sein. Der Burger war gut wie immer. Jedoch stand auch nach diesem Tasting der Shake Shack auf unserer internen Rangliste immer noch auf Platz 1. An dieser Rangliste sollte sich auch nichts mehr ändern und wir beschlossen dem Sieger auf jeden Fall noch einen Besuch abzustatten. Für das Protokoll. Die Rangliste setzte sich wie folgt zusammen:

  1. Shack Shack
  2. Le Meridian Burger Joint
  3. New York Burger Co.
  4. Five Guys

Jetzt stand ein ganz wichtiger Punkt auf der Tagesordnung. Ohne ein Foto dieses Spots brauchten die Männer gar nicht erst zurück zu ihren Frauen zu fahren. Man überlegte zwar schon einfach hier zu bleiben, entschloss sich aber dann doch relativ schnell für dieses Foto die kleine Subway-Reise zu unternehmen. Es ging zur weltberühmten Treppe von Carrie Bradshaw’s Haus. Es ist relativ einfach zu finden. Einfach auf die Perry Street und dann so lange laufen bis man vor ein unscheinbares Haus mit einer Menschentraube davor kommt :) Die Nachbarn taten mir ehrlich gesagt etwas leid. Wir machten schnell das Foto und sahen zu das wir wieder wegkamen. Wie sah das auch aus. Vier Kerle fotografieren die Tür von Sex and the City. Na gut, Mr. Right waren wir natürlich alle vier :)

Zum Abschluss ging es noch zur Grand Central Station. Was soll man hier groß erzählen. Die Haupthalle ist immer wieder faszinierend. Hier machten wir die auch unsere Bilder und zogen dann relativ schnell wieder weiter. Nach dem wir schon Fotos für die Frauen gemacht haben, mussten wir auch noch was für uns Männer machen. Deswegen ging es rüber zur New York Public Library. Who do you gonna call? Auch hier war ich das erste mal drin. Davor hab ich die letzten Jahre immer mal gesessen. Dieses Jahr wollte ich mir die Bücherei auch mal von innen anschauen. Ich muss sagen… Wow… Die Architektur und die Malereien ist wirklich der Hammer. Wir haben dann auch, nach etwas suchen, den berühmten Lesesaal aus Ghostbusters 1 gefunden. Alle verhielten sich auch respektvoll ruhig. Nur ich schaffte es mit einem 1a Niesanfall alle Besucher zu stören. War ja klar. Niesend bin ich also direkt raus aus dem Saal.

Das war auch schon Tag 7. Es waren zwar nicht viele Orte die wir heute besucht haben, aber auch hier war es wieder der Weg zwischen den einzelnen Orten der so faszinierend war.