Endlich! Man kann es nicht anders sagen. Endlich geht es los. 7 Uhr klingelt der Wecker. Erstaunlicherweise war ich noch recht ruhig. Die größte Sorge war, hab ich alles eingepackt und werden die drei Jungs richtig Spaß haben. Wie verabredet wurde ich um 8:15 Uhr abgeholt und wir haben uns an unserem Sammelpunkt getroffen. Von da aus ging es weiter zum Düsseldorfer Flughafen. Pünktlich wie die Maurer, waren wir drei Stunden vor Abflug am Flughafen. Der Check-In verlief wie immer unproblematisch.

Pünktlich mit 20 Minuten Verspätung hob die airberlin AB 7450 ab Richtung New York City. Dieses mal fühlten sich die acht Stunden Flug etwas länger an als sonst. Aber so konnte ich mich ausgiebig mit meinem defekten Inseat Entertainment System beschäftigen. Der Flug selbst war relativ angenehm. Dann war es endlich soweit. 15:55 Uhr. Der Flieger dreht noch, natürlich zu unseren Ehren, eine Ehrenrunde über LIC und dann war es so weit. Touchdown in New York City. Kurzfristig haben wir uns über den Mallorca-üblichen Applaus bei der Landung amüsiert. Ich fragte dann die Stewardess ob man das wieder macht 😉 Sie kommentierte das mit „Ich sag da mal nichts zu“ 😀

Also, raus aus dem Flieger und ab zur Immigration. Ich hab die Jungs schon vorbereitet, dass es unter Umständen auch recht lang dauern kann, bis man die Einreise hinter sich gebracht hat. Als wir in der Immigrationhalle ankamen, war alles angerichtet wie zur Bescherung am 24.12. Eine leere Immigrationhalle und gefühlt waren alle Schalter mit Personal belegt. Innerhalb von 10 Minuten stand ich bei Officer Jeffrey Ramis. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie bin ich bei dem Interview immer etwas nervös. Jedenfalls hatte ich mir alle Antworten im Kopf zurecht gelegt. In der rechten Hand, typisch deutsch, alle Unterlagen bereit. Man muss ja vorbereitet sein. Der Officer scannt meinen Reisepass und dann kam das Interview. „Right four, thumb, left four, thumb. You are here for vacation, right?Next.“ Das war’s. „Thank you, sir.“ Die gesparte Zeit, sollte ich aber jetzt wieder aufbrauchen. Die Jungs hatten bereits alle ihren Koffer. Nur ich… Ich stand circa eine halbe Stunde am Gepäckband und warte auf meinen Koffer. Zwischenzeitlich hab ich schon die Reihenfolge der anderen Gepäckstücke auswendig gelernt. Dann erblickte ich einen fleissigen Flughafenmitarbeiter der Koffer vom Band zog und nach irgendeinem System in der Halle stapelte. Zum Glück fand ich hier meinen Koffer. Also weiter zum Zoll. Hier ging es ebenso schnell und unproblematisch wie bei der Immigration. Für die Fahrt nach Manhattan entschieden wir uns für das Taxi. Der Dispatcher hatte, trotz langer Schlange, nach 10 Minuten Wartezeit ein Taxi für uns bereit. Die kurze Wartezeit konnten wir damit überbrücken uns die Limo-Fahrer vom Hals zu halten, die einen, natürlich, viel schneller auf die Insel bringen. So sagten sie jedenfalls. Dann wird das doch wohl auch stimmen 😉 Dem Taxifahrer, eine Mischung aus indischem Michael Schumacher und Evil Knievel, gaben wie die exakte Adresse. „Drop us at Canal and Bowery.“ Gelandet sind wir dann an der Kenmare und Bowery. Irgendwie wurde der Taxifahrer dann hektisch und wir erlösten ihn, oder besser uns. Den Rest kann man auch flott zu Fuß erledigen.

Der erste Aufenthalt in der Wohnung. Alles war perfekt vorbereitet. So, wie ich es von meinen vorherigen Besuchen kannte. Dieses mal hatten wir ein etwas kleineres Apartment. Aber für uns völlig ausreichend. Drei Schlafzimmer, Küche, Bad. Mehr braucht man hier eh nicht. Nachdem wir nur kurz die Koffer abgestellt hatten ging es direkt zur Subway an der Grand Street. Für den ersten Tag kauften wie eine Unlimited Ride Metrocard. Ein paar Dollar aufladen und dann gab es die erste Unterweisung. Subway in New York. Für mich persönlich ist jede Fahrt ein Highlight. Ausgestiegen sind wir dann an der 23rd Street. Einen Block Richtung Westen und dann war ich da. Mein Shake Shack 😀 Hier wollte ich nur etwas Zeit überbrücken, bis es dunkel genug für den Times Square war. Meine Überlegung war mit der N bis zum Times Square zu fahren und dann direkt in das Lichtermeer einzutauchen. Gegen 19 Uhr fuhren wir dann Richtung Times Square. Den Effekt könnt ihr euch vorstellen, wenn man das erste Mal die Dosis Times Square bekommt. Das ist letztendlich, für mich, der Moment, an dem sich entscheidet, ob New York einem gefällt oder nicht. Entweder liebt man es, oder man hasst es. Dazwischen gibt es nicht viel. Die Jungs waren still. Alle drei hatten die „Kopf-im-Nacken“-Touri-Haltung eingenommen. „Alles richtig gemacht“, dachte ich mir. Eine gute Stunde haben wir auf dem Times Square verbracht. Dann entschieden wir uns, dass es für den ersten Abend genug Eindrücke waren und sind zurück zur Wohnung. Der erste Tag war geschafft. Wir auch.