Heute wollten wir eigentlich zur Brooklyn Tabernacle Church. Wir hatten uns aber entschieden, dass wir da nicht unbedingt Lust drauf hatten. So sind wir erst gegen 9 Uhr aus der Wohnung. Runter zum Dunkin Donuts und Kaffee und Kakao aus dem Plastikbecher. Mit dem Nötigsten ausgerüstet liefen wir weiter zur Subway. Es ging nach Queens. Spätestens hier merken auch die drei anderen, dass es nicht wirklich sinnvoll war, die Tagesplanung so stramm und exakt zu planen. Es führte zwar dazu, dass wir augenscheinlich in einem unsinnigen Zickzack-Kurs durch New York kutschierten, aber die Fahrten mit der Bahn taten den geschundenen Waden ganz gut. Ich würde es jedenfalls immer wieder so angehen. Für manche ist das vielleicht nichts, für uns passte das es.

Bevor es aber rüber ging, wollte ich noch bei Katz’s Deli vorbei. Ok, es ist zwar eine Tourist-Trap, wie ich finde, aber trotzdem hat der Laden eine Atmosphäre die mir gefällt. Grund genug für mich dem Katz jedes Jahr einen Besuch abzustatten. Pastrami Sandwiches gibt es in New York reichlich. Ob es hier das beste gibt vermag ich nicht zu sagen, will ich auch gar nicht. Mit der Subway fuhren wir dann straight zu 5Pointz. Ein altes Gebäude welches für Graffiti-Künstler freigegeben wurde. Wenn ich das so kurz beschreiben kann. Bei strahlendem Sonnenschein konnten wir hier einige schöne Bilder machen.

Nach der Foto-Session stand der Food Flea Market auf dem „Plan“. Alle vier hatten Lust drauf und so fuhren wir mit der Subway in Richtung Brooklyn. Das Wetter war wieder ausgezeichnet. Von der Subway Station liefen wir circa fünf Minuten bis DUMBO. Vorbei an der Warteschlange von Grimaldi’s Pizzaria und dann rechts in Richtung Food Flea Market. Die Auswahl und das Angebot sind wirklich der Hammer. Günstig ist es dort aber nicht, lohnt sich aber. Es sollte für jeden Geschmack was dabei sein. Von uns hat sich jeder etwas zu Essen besorgt und dann haben wir uns bei bestem Wetter an den East River gesetzt, gegessen, getrunken, Fotos gemacht. So kann man es aushalten. Man sitzt in New York, Brooklyn, 6000 Kilometer weit von zu Hause entfernt. Das sollte man sich in einer ruhigen Minute wie dieser dann einfach mal auf der Zunge zergehen lassen. Wenn dort noch Platz ist neben dem wirklich ausgezeichneten Essen.

Wir entschlossen uns dann aufzuteilen. Ein Teil der Gruppe wollte sich entspannen und ein anderer Teil wollte noch etwas durch New York schlendern. So fuhren wir mit der Bahn zurück zur Wohnung. Ich hab noch meinen Rucksack abgestellt, da ich keine Lust mehr hatte die Kamera mit mir herum zu schleppen. Von der Wohnung aus sind wir dann durch Little Italy und SoHo gelaufen. Ohne Ziel, einfach so. Genau das sind die Momente die ich persönlich mag. Mal links abbiegen, mal recht abbiegen, dann feststellen, dass man dort schon war, wieder umdrehen und weiter laufen. Als der Hunger dann wieder kam, den ich in New York eigentlich ständig habe, gingen wir noch auf einen Slice Pizza zu Ben’s Pizza. Dort hatte es den Jungs zuvor so gut geschmeckt, da sind wir doch direkt noch mal hin. Why not?

In SoHo schlenderten wir wieder ziellos umher. Wieder einer dieser Momente die ich nicht missen möchte. Zu keiner Zeit hatte ich das Gefühl jetzt unbedingt noch irgendwo etwas spezielles unternehmen zu müssen. Egal was man machte, gefühlt war es für diesen Moment genau das Richtige. Mittlerweile wurde es schon dunkel. Die Waden meldeten sich zu Wort und ich wollte die Füße hochlegen. Auf dem Rückweg wollte ich noch mein CBGB T-Shirt von dem legen…achtung es kommt gleich… dären Club CBGB. Wie ich dann feststellen muss, gibt es den Club gar nicht mehr. Naja, dann halt eben nicht.

Auf dem Rückweg ging’s dann noch zum Duane Reade. Getränke für den Abend besorgen.