Um 6.30 Uhr war die Nacht zu Ende. Hört sich erst mal schlimmer an als es ist. Schlafen konnte nämlich keiner mehr. Der Plan war, dass wir die frühen Stunden nutzen um die Warteschlange am Empire State Building zu umgehen. Pünktlich zur Öffnung der Plattform waren wir an den Kassen. Warteschlangen gab es keine und wir konnten eine 1a Durchmarsch zur 86. Etage hinlegen. Das Wetter spielte nur bedingt mit. Es war leicht bewölkt und es fiel auch der eine oder andere Regentropfen. Der Ausblick allerdings entschädigte wie immer. Nach einer knappen Stunde ging es auch schon wieder mit dem Aufzug nach unten.

Wir liefen ein paar Blocks weiter und erreichten dann Macy’s. Die Jungs kannten den „The world’s largest store“ noch nicht, so nahmen wir das auch noch mit. Wenn man schon mal hier ist, kann man auch eben reinschauen. Ich fand es, wie immer, viel zu groß, viel zu unübersichtlich. Irgendwie bin ich jedes mal froh wenn ich wieder den Weg nach draußen gefunden habe. Ich komm mir darin immer vor wie eine Maus in einem Labyrinth. Den anderen drei ging es genau so.

Da ich am ersten Tag meinen kleinen Vorfall mit dem Schlagloch hatte und mir mein Fuß doch das eine oder andere schmerzhafte Problem bereitet, kam mir der Footlocker am Macy’s richtig gelegen. Ich hatte dieses Jahr nur meine Adidas Sambas dabei. Ungepolsterte Sohle. Großer Fehler. Nach dem Shopping Marathon am 2. Tag war mein 430 Euro Limit schon arg angegriffen, aber was tut man nicht alles für die Gesundheit 😉 Ein Paar Nike Sneaker mit ordentlicher Sohle taten dem Fuß richtig gut.

Mit neuem Schuhwerk ausgestattet ging es weiter Richtung Central Park. Wir wollten den Tag nicht mehr so voll stopfen um es einfach etwas ruhiger angehen zu lassen. Am Central Park angekommen deckten wir uns im Duane Reade mit ein paar Doritos und Getränken ein und machten uns dann auf den Weg in den Park. So weit in den Park wollten wir nicht, da wir von da aus weiter zur The Tram wollten um zu Roosevelt Island zu fahren. Jetzt stand aber erstmal für mich das Spiel des Jahres auf dem Plan. Schalke spielt zu Hause gegen die Bayern. Meine königsblauen hatten sich viel vorgenommen. Wie wir aber nun wissen, hat davon nicht viel, bis gar nichts, geklappt. Als Schalker ist man ja Leiden gewohnt. 4:0 Klatsche kassiert und weiter zu Roosevelt Island.

Die Überfahrt mit der Seilbahn klappte problemlos. Einfach mit der Metrocard zahlen, einsteigen und glücklich sein. Wir hatten uns am zweiten Tag die 7-days Unlimited Ride MetroCard für $30 Dollar gekauft (zzgl. $1 für die Karte selbst). Die Karte hatte ich mir die letzten Jahre immer besorgt. Es hat sich immer gelohnt. Die bereits nach 11 Fahrten hat sich die Karte bezahlt gemacht. 11 Fahrten schafft man innerhalb von 7 Tagen locker. So ist es jedenfalls bei mir. Nach ein paar Minuten in der Gondel ist man dann auf Roosevelt Island. Mich hat speziell der Franklin Roosevelt Park interessiert. Man hat eine schöne Aussicht auf die Skyline von Manhattan und ebenfalls zur anderen Seite nach Brooklyn. Das riesige Pepsi Logo kann man von hier auch sehr gut in das Fototagebuch aufnehmen. Das Wetter hatte sich mittlerweile aufgelockert und es war richtig warm. Sonne und blauer Himmel. Ich war so froh, dass ich mich morgens für die kurze Hose und das T-Shirt entschieden habe. So hat sich das kurze frieren aufm dem Empire State Building doch gelohnt. Auf Roosevelt Island haben wir dann, trotz der wenigen Sehenswürdigkeiten auf der Insel, drei Stunden verbracht. Einige Fotos von der Skyline und von der alten Krankenhausruine die auf Roosevelt Island steht gemacht.

Trotz der neuen Schuhe brauchten meine Füße aber dann doch eine Pause. Auch die Temperaturen trugen dazu bei, dass ich dann noch mal kurz zurück ins Apartment wollte. Zwei Stunden haben wir uns dann mal ausgeruht. Speicherkarten der Kameras leeren Akku von Telefon aufladen und so weiter. Zum Abend hin fuhren wir dann noch mal mit unserer D in Richtung Times Square. Hier drängten wir uns dann an einem Samstag durch die Menschmassen. Das brauch ich nicht jeden Tag. Aber in New York ist alles anders und da akzeptier ich das auch. Ich wär sogar enttäuscht wenn es nicht so wäre. Der Times Square hat erst richtig was, wenn dort richtig was los ist. Silvester muss ich mir dort allerdings nicht geben. Nach gut zwei Stunden am TSQ ging es dann auch wieder zurück. Immerhin sollte es ja Urlaub sein und nicht in Stress ausarten.