Nach dem gestrigen Kaufrausch, gab es noch ein paar Nachwehen. Ich hatte mir am ersten Tag bei meinem Workwear Dealer meines Vertrauens ein Paar Redwing Boots gekauft. Die kamen dann so gut an, dass wir noch ein Paar nachkaufen mussten. Also war die erste Amtshandlung des Morgens ab zur 14th Street und Avenue of the Americans. Dummerweise wurde ich wieder schwach und packte mir noch einen Carhartt Zipper ein. 60 Dollar katsching… Dafür kann man das Teil einfach nicht hier liegen lassen.

Nach dem wohl meist gehörten Satz („Swipe your card now“) ging es mit der Subway Richtung Brooklyn. Wir hatten einen Termin bei dem New Yorker Künstler Dean Russo. Einer unserer Jungs wollte von ihm ein Paar Bilder kaufen. Da er „nur“ einen Online Shop hatte, hatten wir ihn angemailt und gefragt ob eine Abholung vor Ort möglich wäre. Serviceorientiert wie der Amerikaner nunmal ist, war das dann auch möglich. Auf dem Weg dorthin arbeiteten wir noch ein paar Punkte ab, die eigentlich für einen anderen Tag vorgesehen waren. Als erstes wollte ich zur Water Street und Brooklyn Bridge Park. Hier hat man einen wirklich fantastischen Blick auf die Skyline von Manhattan, auf die Brooklyn Bridge und die Manhattan Bridge. Auf dem Weg dorthin kamen wir zufällig an der Grimaldi’s Pizzaria vorbei. Hier bildete sich schon eine beachtliche Warteschlange. Diese haben wir gekonnt ignoriert. Vorher wurde natürlich alles fotodokumentiert. Wenn man aber schon mal in der Nähe von Grimaldi’s Pizzeria ist, ist der Weg nicht mehr weit zu… na… der Brooklyn Ice Creamfactory. Ich muss zugeben, hier konnte ich nicht widerstehen. Wir hatten zwar das Glück, dass es keine Warteschlange gab (wir waren gegen 12 Uhr dort), aber auch selbst wenn… Das Anstehen lohnt sich meiner Meinung nach wirklich. Ich hatte einen Becher mit Vanille und Schokolade. Der Burner.

Weiter ging es Richtung Water Street um den Chip der Kamera mit reichlich Bildern der Brooklyn Bridge und Manhattan Bridge zu füllen. Dorthin ist man knappe fünf Minuten unterwegs. Wir konnten noch ein wenig die geschundenen Füße entspannen, bevor wir wieder los mussten. Um 16 Uhr waren wir mit der Assistentin von Dean Russo verabredet. Sie hatte uns freundlicherweise angeboten die entsprechenden Artikel zusammen zu stellen und uns um 16 Uhr am Eingang seines Ateliers abzuholen. Typisch deutsch waren wir kurz vor 16 Uhr an der Tür des Ateliers (ich muss zugeben, ich mag Pünktlichkeit :)). Es wurde dann 16 Uhr. Dann 16.15 Uhr. Um 16.30 dachten wir uns dann den Versuch als gescheitert zu erklären. Ich schlug dann aber vor, vielleicht noch mal ins Atelier zu gehen und mal nachzuschauen wie die Lage ist. Siehe da, die Assistentin war total hektisch mit Vorbereitungen beschäftigt und entschuldigte sich gefühlte 1.000 Mal. Wir bekamen die entsprechenden Bilder und sie bot uns an Dean Russo noch mal in seinem Atelier zu besuchen. Also gesagt, getan.

Nach dem besuch ging es für uns weiter Richtung Little Italy. Gestern ist uns dort dieses Straßenfest aufgefallen. Heute wollten wir uns das mal genauer anschauen. Von Besucherstrom her konnte das Straßenfest jedenfalls mit der Cranger Kirmes mit halten. Alle Ruhrgebietskenner wissen jetzt voll es war. Für alle anderen: Es war verdammt voll. Erstaunlich war hier auch wieder wie respektvoll die Menschen hier miteinander umgegangen sind. Kein Gerempel und unsinniges Geschiebe und sollte man sich trotzdem mal zu Nahe gekommen sein, bekann man sofort eine Entschuldigung. Ich dachte immer ich bilde mir das ein, dass die Menschen hier rücksichtsvoller miteinander umgehen. Meine drei New York Ersttäter bestätigten mir das aber ungefragt. An den unzähligen Ständen fanden wir dann auch was essbares. Meatballs mit Tomatensauce und ein Sausage and Peppers Sandwich war dann mein Abendessen. Mittlerweile war es 18 Uhr. Langsam wurde es dunkel und ich schlug vor noch ein Foto von dem Ghostbusters Headquarter  zu machen. Dummerweise hatte ich die Entfernung dorthin nach meinen letzten Aufenthalt etwas unterschätzt. So hatten wir noch einen guten Spaziergang von etwa 20 Minuten vor uns. Egal… Hingelaufen, ein Foto gemacht und den ganzen Weg wieder zurück. Da wo vor drei Tagen noch meine Füße waren, waren jetzt nur noch zwei wabbelige Klumpen. So fühlten sich jedenfalls meine Füße zu dem Zeitpunkt an. Dazu kam ein scherzendes Fußgelenk, dass ich mir dank der fantastischen Oberfläche der New Yorker Straßen zugezogen habe. Einmal nicht aufgepasst und richtig schön in ein Schlagloch gestiefelt.

Bis zum Apartment haben wir es aber dann doch noch geschafft.